VHS-OST – Time Bandits Album Review

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VHS-OST stach mir bei meiner Recherche nach Synthwave-Neuheiten ins Auge. Das großartige Cover eines mir leider unbekannten Künstlers machte sofort Lust auf mehr. Neon, VHS, Retro-Future – was will man mehr? Das Album habe ich mir daraufhin mehrfach angehört und es letztendlich mit dem Prädikat „supertastisch retro“ ausgezeichnet.

In „Time Bandits“ finden sich Glitches, verzerrte Synthie-Klänge und Drums einer längst vergessenen Zeit. VHS-OST klopft nicht einfach im endlosen Dauer-Takt, sondern haut auch gerne mal mit versetzten Beats gehörig auf die Klangmuschel. Das ist zu Beginn so ungewohnt anders wie genial. Ich hatte mich schnell an die beinahe schon wunderbaren Einfälle des Künstlers gewöhnt und mochte sie mir daraufhin schon gar nicht mehr wegdenken.

Das Album beginnt mit einem atmosphärisch-gruseligen Intro, das eigentlich auf etwas völlig anderes schließen lässt als das, was daraufhin folgt. Denn mit „Laser XT“ bietet VHS-OST großartige Gitarren-Solos und perfekte Percussions. Die Melodie macht Spaß, treibt an und erinnert so herrlich an die lovely 80s!

Sehr interessant ist, dass VHS-OST gerne mehrere Wege einschlägt. So überrascht bereits der 3. Track mit den reduzierten BPM und Space-Synthies par excellence. Mit „Angst Drive“ hingegen verschlägt es den Künstler zurück auf die Straße, mitten in einen kantigen Kultflitzer mitsamt Detective-Setting. Damit nicht genug, denn „Cool Waves“ ist Strandatmosphäre pur. Ich kann die heißen Bikini-Babes und schwitzenden Muskelboys vor meinem geistigen Auge sehen.

Abwechslung wird bei diesem Künstler, der die unterschiedlichsten Eindrücke der 80s durchreist, groß geschrieben. So verschlägt es den Synthwave-Fan mit „Neon Memories“ in eine Cyberpunk-Bar, während „Blonde“ sowohl im Gym als auch bei einer wilden Verfolgungsjagd laufen könnte! „Blonde“ bietet sowieso eine geradezu geniale Bassline, die auch herrlich einen pixeligen Sidescroller bedienen könnte.

Mit dem titelgebenden „Time Bandits“ schließt VHS-OST ab, bietet noch einmal Atmosphäre pur und verzichtet auch hier nicht auf bewusst fehlerbehafteten Sound, der dieses, bis dahin auf höchstem Niveau gehaltene, 80s-Feeling hervorruft und festigt. „Time Bandits“ ist ein äußerst empfehlenswertes Synthwave-Album und direkt ein kleiner Geheimtipp abseits der „Großen“.

Cover art: Mike Pasquale of 800lbProductions

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VHS-OST – Time Bandits Tracklist/Rating

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1 Kommentar zu „VHS-OST – Time Bandits Album Review“

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