Kickstarter – Eine eher traurige Billanz

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Ich bin zugegebenermaßen großer Fan von Crowdfunding Plattformen. Eigentlich.

Tatsächlich ist es so, dass ich am Konzept nur noch bedingt festhalten kann. Grund dafür sind mehrere Enttäuschungen, die ich nun über einige Jahre hinweg erfahren musste.

Crowdfunding. Im Normalfall eine gute Sache. Man unterstützt Menschen mit guten Ideen und bekommt dann auch etwas für sein Geld. Je nach gewählter Stufe gibt es einmal mehr, einmal weniger Boni oben drauf. Ich habe über die letzten Jahre hinweg so manch eine gute Idee unterstützt und hin und wieder auch etwas dafür bekommen. Vieles davon zu spät, manches auch gerne mal gar nicht. Vor allem aber blieb folgendes zumeist auf der Strecke: Der Informationsfluss.

Konkret

Vorabinfo zu nachfolgender Tabelle: Es handelt sich hierbei um Projekte (vorwiegend Software, Filme oder Comics/Bücher/Magazine), die ich zum Teil im Jahr 2016 oder früher unterstützte. Manche konnten nach der erfolgreichen Finanzierung den versprochenen Liefertermin halten. Viele nicht. Viele lassen seit Monaten nichts mehr von sicher hören (Status ungewiss) und so manch ein erfolgreiches Projekt wurde nach der erfolgreichen Finanzierung auf „ungewisse Zeit verschoben“, sprich gecancelt – Geld weg.

Unterstützte Projekte gesamt:14
Davon erfolgreich finanzierte Projekte:11
   Davon bisher zu 100% erhaltene „Belohnungen“:3
   Davon im zugesagten Zeitraum erhaltene „Belohnungen“: 2
   Davon bisher zum Teil erhaltene „Belohnungen“:3
Status ungewiss bei Projekten: 2
„Auf ungewisse Zeit verschoben“:2
Kommt später, Informationsfluss gut: 1

Was sagt uns diese Tabelle?

Einerseits, dass ich von 11 erfolgreichen Projekten im zugesagten Zeitraum gerade einmal 2 Belohnungen erhalten habe. 4 Belohnungen kamen bisher zu spät oder nur zum Teil.

Viel erschreckender sind folgende Zahlen: Bei 2 Projekten ist der Status ungewiss, da ich seit Monaten nichts mehr darüber erfahren habe. 2 andere Projekte wurden „auf ungewisse Zeit verschoben“ – das wird wohl nichts mehr – Geld futsch.

Nur bei einem Projekt, bei dem ich weiß, dass es später fertiggestellt wird, ist der Informationsfluss gut. Und genau das ist es doch, was mich als Kunden interessiert. Wenn etwas später kommt, möchte ich wissen wieso und wie viel später. Alleine das würde mich schon ein Stück weit beruhigen.

Crowdfunding yes or no?

Ich bin mittlerweile sehr viel vorsichtiger geworden. So verlockend es auch sein mag, manche Projekte zu unterstützen, warte ich nun vielmehr darauf, dass diese es tatsächlich in den Handel schaffen und erwerbe die „Belohnungen“ dann doch lieber dort, wenn auch für ein paar Euro mehr. Doch auch das ist nicht gesagt. So verlockend „Early Birds“ auch sind – das heißt nicht, dass ich es später nicht zum selben Preis bekomme oder sogar günstiger.

Und zum Thema Kickstarter (oder allgemein Crowdfunding) Exclusives: Hier muss man wohl weiterhin das Risiko eingehen, Geld zu verbrennen oder aber glücklich seine „Belohnung“ irgendwann einmal in Händen zu halten.

Das Crowdfunding Bild stammt von Shutterstock.

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